Der Weinlehrpfad am Kappelberg, der an der Kelter der Weingärtnergenossenschaft Fellbach beginnt und endet, lädt ein zu einer Wanderung durch die Werkstatt der Fellbacher Weingärtner.

Rund fünfeinhalb Kilometer lang ist der Weg, der über den Rebenanbau einst und heute informiert, historische Bezüge herstellt und Hinweise auf die bodenbildenden geologischen Formationen und die klimatischen Verhältnisse gibt. Er bietet Gelegenheit, das Werden, Wachsen und Reifen der Trauben zu beobachten und ermöglicht eine vergleichende Beurteilung von rund 120 Rebsorten – von Wildreben bis zu den pilzresistenten Neuzüchtungen. Wegen der Ausblicke, die er über das Remstal und das Neckartal hinaus eröffnet, kann der Weinlehrpfad auch als Panoramaweg bezeichnet werden.

Der 1976 eingerichtete Weg wurde Anfang der neunziger Jahre nach Abschluss der Rebflurbereinigung Goldberg neu gestaltet. Mittlerweile in die Jahre gekommen und von der Zeit gezeichnet, bedrufte es einer Neukonzeption und -gestaltung, welche im Rahmen der Diplomarbeit "Natur & Wein – Der Weinlehrpfad Fellbach" erarbeitet wurde.

Ziel des Projektes ist es dem Interessenten auf einem "Bildungsspaziergang" über den schon vorgegebenen, aber unzureichend ausgestalteten Weinbaulehrpfad die Geschichte und Kultur des Weines näher zu bringen und das Thema "Weinbau" selbst zu erleben. Eine Reise durch die Geschichte, die Gegenwart und in die Zukunft des Weinbaus vor Ort.

Die Diplomarbeit hat den Anspruch mittels Informationsgestaltung auszugsweise Wissen des Themas "Weinbau" in einer zeitgemäßen Form zu kommunizieren und dadurch dem Betrachter die Faszination "Wein" näher bringen.

Das Entwickeln eines inhaltlichen und gestalterischen Konzepts für ein Informations- und Leitsystem war Ziel der Diplomarbeit. Eine visuelle Methode wurde erarbeitet, die die einzelnen Komponenten formal miteinander verbindet und so eine geschlossene Einheit bildet. Zeichensprache, Illustrationen und Fotos, Schrift, Farbe und Kartografie wurden als Gestaltungsmittel so gewählt und eingesetzt, inhaltliche Zusammenhänge begreifbar zu machen, Wissen klar und leicht verständlich zu kommunizieren und dem Besucher Hilfsmittel zur inhaltlichen und räumlichen Orientierung zur Verfügung zu stellen .

Die Wahl von Format, Materialität und Farbe erfolgte so, dass sich das Informations- und Leitsystem sowohl harmonisch in Umwelt und Landschaftsbild einfügt, also auch die Arbeiten in "der Werkstatt des Winzers" nicht behindert werden.

Befragungen und detaillierte Recherchen gingen der Entwicklung des inhaltlichen und gestalterischen Konzeptes voraus, um dieses auf die anzusprechenden Besuchergruppen auszurichten.

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